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Qigong bei DiabetesVor einem Jahr erhielt ich von der Deutschen Diabetes-Hilfe die Anfrage, ob ich am 19. November 2017 beim Patiententag in Berlin, anlässlich des Weltdiabetestages vom 14. November in Hamburg, eine Sequenz "Qigong zum Mitmachen" anbieten könnte. Der Titel des Patiententages lautete: "Diabetes – beweg(t) dein Leben!". Für Qigong stehe, neben anderen Bewegungsformen, ein Zeitrahmen von 30 Minuten zur Verfügung, es würde ein umfangreiches Programm angeboten.

Natürlich sagte ich gerne zu und natürlich schienen mir die 30 Minuten "Qigong zum Mitmachen" zu kurz. Aber meine Bitte um mehr Zeit half nichts, alle Beteiligten wünschten sich mehr Zeit, hieß es auf Seiten der Organisation.

Also nahm ich die herausfordernde Aufgabe an, für diesen Zeitrahmen einen kurzen Einblick in die Bedeutung und Wirkungsweise der TCM und des Qigong zu formulieren und eine Verbindung von Diabetes Mellitus mit einer Qigong Form herzustellen.

Ich informierte mich über den aktuellen Stand des Diabetes Mellitus und war über die rasante Zunahme des Diabetes Typ II in den vergangenen Jahrzehnten erschrocken, mehr aber noch über die erschreckende Prognose für die kommenden Jahrzehnte. Die Zunahme des Diabetes Typ II in der heutigen Gesellschaft, eines Diabetes, der vormals Altersdiabetes genannt wurde, ist nicht nur zunehmend bei Jüngeren festzustellen, sondern bei Kindern.

Die Zunahme wird mit mangelnder Bewegung in Verbindung gebracht (viel TV, viel Internet), mit mangelhafter Ernährung (viel Süßes, viel Fett) und mit viel Stress. Stress, der oftmals mit den erstgenannten Ursachen kompensiert würde.

Hinzu kommen internationale Forschungsergebnisse, die nachweisen, dass die Einnahme von Statinen (Cholesterin senkende Medikamente) unter anderem zu Diabetes II führen können: "Statine sind ein echter Renner der Pharmaindustrie. Das Geschäft läuft prima – trotz starker Nebenwirkungen. In die Liste der unerwünschten Statin-Wirkungen reiht sich neben Muskelschwäche, Leberprobleme, Nierenversagen und grauem Star neuerdings auch noch der Diabetes." (www.zentrum-der-gesundheit.de). Demnach ist der Diabetes Typ II einerseits zu einer selbstverschuldeten sogenannten Volkskrankheit geworden, andererseits wurde er durch die Pharmaindustrie und Medizin regelrecht herbeigeführt.

Ich hielt Ausschau nach Publikationen, die Qigong und TCM als Therapie bei Diabetes Mellitus thematisieren und schaute mir auf YouTube Videos dazu an, überwiegend chinesische Videos, in denen Qigong bei Diabetes empfohlen wurde. Eines davon möchte ich empfehlen: Video: Fitness Qigong - Reduce Diabetes.

Vor allem interessant und aufschlussreich war für mich die Diplomarbeit von Roswitha Hauke, die unter dem Titel: "Diabetes Mellitus - Fundamentale Störung der Mitte - Überlegungen zur Entstehung und Behandlung des Diabetes Mellitus in der Chinesischen Medizin" im Internet veröffentlicht ist: www.abz-nord.de

Die Frage stellt sich, welche der Qigong Formen geeignet sind, Folgeerkrankungen von Diabetes Mellitus zu minimieren, beziehungsweise eine Medikamentierung überflüssig zu machen. Zu den Folgen vom Diabetes Typ II werden Erkrankungen der Gefäßsysteme gerechnet, dazu gehören Herz-Kreislauferkrankungen, Nierenversagen, Stoffwechselstörungen, die Magen, Milz, Pankreas, Darm und Leber betreffen.

Das lenkt natürlich die Aufmerksamkeit auf die „Achte Brokate“, eine Qigong Form, die einerseits gut geeignet ist, um auf einem Kongress "Qigong zum Mitmachen" anzubieten, die vor allem aber in ihrer Auswirkung gut geeignet ist, die nach chinesischer Diagnostik "Fundamentale Störung der Mitte" zu minimieren.

Die "Acht Brokate" zu üben reguliert die Leitbahnen des "Dreifachen Erwärmers", damit ist der Funktionsablauf des gesamten Organismus gemeint, reguliert die Energieleitbahnen der Organ- und Funktionspaare: Lunge/Dickdarm, Magen/Milz/Pankreas, Kreislauf/Herzfunktion, Dünndarm/Herzmuskel, Leber/Gallenblase und Niere/Blase. Diese Form wurden vor Jahrtausenden mit großen Erfahrungsreichtum entwickelt und hat bis heute Bestand.

Die 8 Brokate ÜbungNotwendig war natürlich auch, die "Acht Brokate" in einer gekürzten, einfachen Form zu zeigen, denn in der ausführlichen Form, wie sie in meiner Ausbildung bei der Chinesischen Gesellschaft für Qigong Yangsheng in Bonn vermittelt wurde, war sie viel zu lang. Notwendig war es auch, einen Flyer zu erstellen, in dem die "Acht Brokate" dargestellt und ihrer Wirkung erklärt wurden.

Diese vereinfachte, aber nicht minder wirkungsvolle Variante, der "Acht Brokate" übte ich über längere Zeit vor dem Spiegel, immer mit der Uhr vor den Augen, damit ich sie am geplanten Tag wie im Schlaf beherrschte. Alles in allem war es, das gebe ich gern zu, ein interessanter Prozess der Vorbereitung für eine 30 Minuten-Sequenz zum Weltdiabetestag, die dann am 19. November 2017 um 14.00 Uhr am Patiententag auch so stattfinden konnte, wie ich sie geplant hatte. Zeitungsbericht auf www.diabetesde.org: 3 000 Teilnehmer beim Weltdiabetestag in Berlin.

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Diese Fotos, die während des "Qigong zum Mitmachen" entstanden, wurden mir freundlicherweise von der Deutschen Diabetes-Hilfe zur Verfügung gestellt (Copyright: Deckbar/diabetesDE) und sie sprechen für sich, meine ich. Das Feedback auf das Qigong war positiv und hat mir klar gemacht, dass in nur 30 Minuten mit entsprechender Vorbereitung etwas wirklich Positives auf die Beine zu stellen ist.